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Rezension und Literaturkritik:
Der Abenteuer-Roman "Wächter des Kreuzes" von Matilde Asensi wird oft im Zusammenhang mit Bestsellern wie Dan Brown's "Illuminati" genannt. Während Dan Brown aber rasanter schreibt, gewährt Matilde Asensi einen tieferen Einblick in die Hintergründe des Hauptcharakters und der Fakten, auf denen diese Geschichte basiert. Die psychologische Schilderung insbesondere des Hauptcharakters Ottavia Salina ist sehr detailliert, und der Kampf der zwei Seelen in ihrer Brust - die durch Familie und Kirche unterwürfig gewordene Schwester sowie die mutige, neugierige Wissenschaftlerin - ist wohl ebenso spannend wie die Jagd nach den großen Mysterien des Christentums.
"Wächter des Kreuzes" ein äußerst spannender "Faction"-Roman, der das ungewöhnliche Trio aus Ottavia Salina, Hauptmann Glauser-Röist und dem nervösen Archäologen Farag Boswell durch sieben Städte und sieben Prüfungen auf Leben und Tod führt. Diese Prüfungen, denen sich die Forscher stellen, kreisen rund um Dante's "Göttliche Komödie" und die sieben Todsünden.
Interessant sind auch die religiösen Aspekte des Abenteuer-Romans, in denen sich viele - amüsant geschriebene - Spitzen gegen die katholische Kirche finden. Die vielen Wendungen in der Geschichte sowie die Selbstfindung von Ottavia Salina und auch von Hauptmann Glauser-Röist geben der Geschichte alles, was einen echten Bestseller ausmacht. Das Buch "Wächter des Kreuzes" bietet eine wunderbare Mischung aus Spannung und Tiefe.
Das Buch ist sicher nicht jedem Leser zu empfehlen; die vielen Details wird jemand, der rasante Unterhaltung sucht, eher als ablenkend empfinden. Auch das Ende ist umstritten: Manche Leser empfanden es als zu kitschig, andere sehen es als den perfekten Abschluss eines außergewöhnlichen Romans. Auf jeden Fall ist das Buch jedem zu empfehlen, der Detail-Liebe und subtile Kritik nicht als ablenkend, sondern eher als Bereicherung für einen Abenteuer-Roman sieht.
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