|
Kurzbeschreibung:
Wäre es James Bond gewesen, der hier unter Lebensgefahr durch die Gänge von Museen und Labyrinthe jagt, wäre die Beute, der Schatz, um den gestohlen, betrogen, gemordet wird, vielleicht eine, DIE neue Waffe gewesen, oder ein Gift, etwas, das offensichtlich die Menschheit bedroht. Dan Brown, konstanter Bestseller-Autor (seit seinem Vatikan-Thriller "Illuminati") hat seinen Action-Kollegen etwas voraus. Er weiß, dass Wissen die wirkliche Macht ist.
Und so macht er seinen Protagonisten zum Kunstprofessor (Fachgebiet: Symbologie, das Wissen um verschlüsselte Informationen) in Harvard und lässt ihn die unheimlichsten Phänomene der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte beleuchten. Dabei listet er genussvoll alles auf, was das "alte Europa" so zu bieten hat: Geheime Bruderschaften, historische Verstrickungen, brisante, über Jahrhunderte streng gehütete Geheimnisse, und nicht zu vergessen, immer wieder eine schöne junge Frau, die den Professor auf seiner Reise in die wissenschaftlichen, künstlerischen und menschlichen Abgründe begleiten und inspirieren darf. So auch in "Sakrileg". |
Buch kaufen:
Bei Amazon bestellen |
|
Rezension und Literaturkritik:
Tatort: Louvre, Paris.
Jacques Sauniere, Museumskurator im Louvre, löst in Todesangst selbst die Alarmanlage aus. Zu spät, er stirbt einen grausamen Tod: Mehrere Schüsse zerfetzen seinen Körper. Doch bevor er seinen Wunden erliegt, gelingt es ihm, eine Nachricht, einen Code auf einem Gemälde da Vincis zu hinterlassen. Doch vorerst vermag ihn keiner zu deuten. Die Polizei tappt im Dunkeln, sehr zum Missvergnügen des ehrgeizigen Ermittlers Bezu Fache, der prompt den Harvard-Professor Robert Langdon verdächtigt. Aber die Enkelin des Kurators, von Beruf Kryptologin, glaubt an seine Unschuld und findet Gefallen an Langdon; eine Flucht durch Frankreich bis nach England beginnt, denn längst geht es nicht mehr um Gemälde oder deren Entschlüsselung. Die Zeichen deuten auf noch brisantere Dinge hin: Unversehens hat Langdon nicht nur die Pariser Polizei, sondern auch noch die Geheimorganisation Opus Dei auf den Fersen. Und die stehen den potentiellen Enthüllungen des ermordeten Kurators nicht weniger aggressiv gegenüber als den Leichenöffnungen von Leonardo da Vinci in der Renaissance oder Newtons Weltbild in der Neuzeit.
Denn beide waren Abtrünnige, Mitglieder des Sions-Brüderschaft, und hüten ein brisantes Geheimnis: Gab es ihn wirklich, den leiblichen Sohn von Maria Magdalena und Jesus? Wer oder was verbirgt sich hinter der Legende vom heiligen Gral? Und was würde eine solche gesicherte Erkenntnis bedeuten – für die Gläubigen, die katholische Kirche, die gesamte von ihr beeinflusste Welt? Und so beginnt eine lebensgefährliche Jagd durch Zeiten, Kunstepochen und Kontinente, und oft ist es schwer zu entscheiden, wer Jäger und wer der Gejagte ist...
Dan Brown, Sohn eines vielfach ausgezeichneten Mathematikprofessors und einer Kirchenmusikerin, erlebte früh das Spannungsfeld von Wissenschaft und Religion.
Er studierte am renommierten Amherst College und stürmte mit seinen Romanen schlagartig die amerikanischen Bestseller-Listen. Seine Werke wurden in über 40 Sprachen übersetzt.
Und das bei nur vier Titeln: "The da Vinci-Code", wie "Sakrileg" im Original heißt, "Angels and Demons" ("Illuminati"), "Deception Point" (dt. "Meteor") und "Digital Fortress".
Brown ist verheiratet mit einer Kunsthistorikerin, die ihm wohl die Sinne geschärft hat für Gründe und Abgründe europäischer Kunst. Er hat mit der Figur des Robert Langdon einen Sherlock Holmes des 21.Jahrhunderts geschaffen, immer in nächster Nähe zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die seinen Büchern die gewollte Authentizität verleihen. Die Kunst des Schließens und Erschließens von Zeichen ist sein Fach, und ein gehörige Portion Blut und Todesopfer macht das Buch auch für Action-Spezialisten allen Alters attraktiv. Das Kunst und ihre Bedeutung nur eines von mehreren Spannungselementen ist, dass man stilistisch nicht allzu große Ansprüche haben darf, wird dem Erfolg dieses Werkes keinen Abbruch tun.
Und man darf auch gespannt sein, was Dan Brown als nächstes vorhat. Sein nächster Roman trägt schon mal den verheißungsvollen Titel "Diabolo".
|
|