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Kurzbeschreibung:
Mit dem Enthusiasmus und der Neugierde des Forschers unternimmt es der Autor, ein Ethnologe und Anthropologe, in die Welt der "nicht-alltäglichen Wirklichkeit" der Yaqui-Indianer Mexikos einzudringen. Er schließt Freundschaft mit einem alten Medizinmann und Zauberer dieses Stammes, der ein "Wissender" und bereit ist, dem Schüler beim Überschreiten der geheimnisvollen Schwelle aus einer profanen Welt in die Gefilde einer neuen Dimension der Wirklichkeit helfend und beratend zur Seite zu stehen.
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Rezension und Literaturkritik:
Es gibt drei Arten, Castanedas Werk zu lesen: Als spannenden, fantastischen Roman, als magisch-spirituelles Werk, und als literarische Quelle von Weisheit und Verständnis.
Betrachtet man "Die Lehren des Don Juan" als Geschichte, so hat man es mit einem humorvollen, außergewöhnlichen Buch zu tun, das sich einfach gut lesen lässt. Als magisch-spirituelles Werk fällt die Beurteilung schwerer: Woher soll man wissen, was von Castanedas Beschreibungen der Wahrheit entspricht? Diese Kritik aber kann man grundsätzlich jedem derartigen Werk entgegen bringen. Wer sich jedoch auf das Konzept der Verbündeten-Arbeit und die Geisterwelt der Yaqui-Indianer einlässt, kann mit diesem Werk - und den nachfolgenden Werken "Eine andere Wirklichkeit" und "Reise nach Ixtlan" - in eine unglaubliche, faszinierende Welt eintauchen.
Die wichtigste Perspektive dieses Buches ist aber wohl, die Weisheiten des "Wissenden" Don Juan auf das eigene Leben zu übertragen. Die Überwindung der vier großen Feinde des Menschen - Furcht, Klarheit, Macht und Tod - ist ein Ziel, das dem menschlichen Leben weit mehr Sinn geben kann als die rein materiell ausgerichteten Ziele, die uns die heutige westliche Gesellschaft bietet.
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