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Kurzbeschreibung:
In sieben Kurzgeschichten lässt Degenhardt von Lubgast die moderne Welt und "die gute alte Zeit" aufeinanderprallen. Im Stile der Schwarzen Romantik bemüht er dabei Sagen, Mythen und Fabelgestalten, um die Vertreter der heutigen Gesellschaft in all seinen Erzählungen untergehen bzw. hinmetzeln zu lassen. In dieser Hinsicht ähnelt das Ende so mancher Geschichte eher einem Schauermärchen.
In der ersten Geschichte findet ein geplagter Stadtmensch zurück zum Wahren und Guten, d.h. zur unberührten Natur und wird nach einer tragisch endenden Liebe zum Einsiedler.
Die Zweite zeigt, wie die Anonymität der Städte, Menschen in den Wahnsinn treibt.
In der dritten, fünften und sechsten Erzählung liegt der Kern aller Inhalte in der Bestrafung, d.h. Ermordung der "schlechten" Menschen durch höhere Mächte, um Platz zu machen für eine besser Welt.
Die vierte Geschichte erzählt von einem jungen Mann, der auf dem alten Schloss seines Onkels zur Sittsam- und Tugendhaftigkeit zurückfindet.
Die letzte Erzählung handelt von einem Jungen, der in der heutigen Welt überlebensunfähig scheint und deshalb seine Rettung in einer alten Sage sucht und findet. |
Leider keine Bezugsquelle bekannt!
ISBN:
3-9502005-0-9
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Rezension und Literaturkritik:
Spielen die Geschichten anfangs noch in der Szenerie heutiger Städte, benutzt der Autor auch noch eine dementsprechend klare Sprache. Nimmt aber im Laufe der jeweiligen Erzählung der Bezug auf Vergangenes und Mystisches zu, so erscheint der Erzählstil nun doch recht schwülstig und erinnert an den Sprachgebrauch vergangener Jahrhunderte. Bei Themen allerdings, wie Tod und Mord, verwendet von Lubgast naturalistisch präzise Schilderungen.
"Mit kalten Mienen, die wunderbar klaren, blauen Augen düster blitzend, beobachteten die Weißgewandten, wie die Hand mit dem Knüppel ein weiteres Mal zuschlug, in einem unmöglichen Winkel gekrümmt, wieder und immer wieder, bis der Kopf des Mannes nur mehr eine unkenntliche, blutige Masse war, aus der Knochensplitter ragten und Hirnmasse tropfte."
Während die erste und zweite Geschichte noch als recht annehmbar gelten können, überspannt von Lubgast in den Folgenden den Bogen gesellschaftskritischer Äußerungen. Sicher ist Gesellschaftskritik notwendig, aber dieses Buch vertritt in Teilen solch elitär, pervers anmutende Gedanken, dass einem beim Lesen schlecht werden könnte. Die (dummen) Massen sind nichts, müssen ausgelöscht werden, nur die Vertreter der sogenannten Tugendhaftigkeit, der alter Traditionen und der Gottesfürchtigkeit haben in diesem Buch das Recht zu leben. Das heutige gesellschaftliche Leben wird auf überzogene Art und Weise als von Grund auf schlecht und pervertiert dargestellt.
"In einem Mietshaus in der Vorstadt mit in- und ausländischem Proletengezücht und deren lästiger Brut vergaß man nur allzu rasch, dass es Werte wie Anstand und Tugend überhaupt gab."
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"War es früher Pflicht, seinem Lehensherren treu zu dienen und gegen allerlei Lumpenpack und Gesindel mit strenger Hand vorzugehen, so ist es nunmehr unser oberstes Gebot, den Abschaum, der die Erde bevölkert, mit seiner nichtswürdigen Existenz besudelt und entweiht, wie einen Kakerlakenschwarm auszumerzen."
Das Buch überschreitet mit Aussagen dieser Art - meiner Meinung nach - moralische Grenzen und Wertvorstellungen |
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