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Rezension und Literaturkritik:
Beim ersten Hören mag man wohl denken: "Was ist das denn?"
Schafft man es dann aber, einen erneuten Hörversuch zu starten, fällt der Zugang zu den abstrakten Sprachgerüsten schon leichter. Weigoni spielt mit Wortkonstrukten und schafft durch seinen expressiv verzerrten Ausdruck metaphorische Ebenen, die dem Hörer quasi wieder eigene Gedankengänge ermöglichen sollen.
Der Autor und gleichzeitige Sprecher versucht dabei nicht nur vorzulesen, sondern dem bizarren, grotesken Inhalt mit seinem trockenen abgehakten Sprechstil weiteren Ausdruck zu verleihen. Alles in allem wirkt das anfangs recht befremdlich, aber man gewöhnt sich dran.
Im Prinzip bringt Weigoni in seiner Lyrik Beobachtungen und Gedanken über das Leben zum Ausdruck. Dies tut er auf eine realistisch-expressionistische Art und Weise, die zum einen sehr karg, klar und trocken wirkt, andererseits aber auch die Wirklichkeit stark verzerrt. So entsteht zum einen eine reale Momentaufnahme heutiger moderner Gesellschaften und Menschen. Zum anderen kommt die Kritik an gesellschaftlichen und individuellen Zuständen, aufgrund der krassen Abstraktion der Sprache, durch die Hintertür.
Es sollten hier keine leicht dahinplätschernden Gedichte erwartet werden. Im Gegenteil, die Kost ist schwer und verlangt ein hohes Maß an Konzentration.
Die einen werden sagen, ein hochinteressantes, intelligentes, nicht alltägliches Werk, für die anderen gehört es wohl eher in den Müll als in ihren CD-player.
Es ist wie immer bei solchen Werken, entweder man mag sie oder nicht. |