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Rezension Rezension - Sachbuch: "Das vergessene Gebot "
Günter Rudolf, Max-Stirner-Archiv Leipzig
Empfehlung der Redaktion!

Kurzbeschreibung:

Günther Rudolf zeichnet in seinem Buch "Das vergessene Gebot - Gott unterdrückt die Frauen" ein völlig neues Bild von der Kirche und deren "Buch der Bücher". Er beschäftigt sich auf knapp 150 Seiten mit dem von der Bibel propagierten Frauenbild und den dort festgehaltenen Vorgaben, wie man die Frauen zu behandeln habe - die Bibel als ein Instrument der jahrtausendelangen Unterdrückung der Frauen.


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Rezension und Literaturkritik:

Die Frau, in der Bibel von Anfang an als ein minderes Wesen angesehen, dient nach der Kirche nur als Brutkasten, stellt ein "notwendiges Übel zur Erhaltung des Volkes" dar. Sie wird als ein Tier ohne jegliche Rechte beschrieben, das ganz von der Gnade und Ungnade ihres Angetrauten (oder eher Käufers) bestraft und auch, bei Nichteinhaltung der Vorgaben, zu einem bestialischen Tod in Form einer Steinigung verurteilt werden kann. So wird die Frau zu einem Gegenstand, den man nach Belieben erniedrigen, verkaufen, verstoßen und gar töten kann.

Der Autor zeigt uns hier anhand von Beispielen aus der Bibel selbst, wie weit die Kirche geht, um die Frauen bis zum heutigen Tage zu unterdrücken und dem Manne untertan zu machen. Das geht von Textfälschungen in der Bibel selbst - wenn eine Frau in einem Text zu hoch gehoben wurde, dann wurde der Name noch schnell in einen männlichen Namen abgewandelt - bis hin zur vielzitierten Erbsünde, die, wenn man die heilige Schrift genauer durchliest, wohl doch nicht Evas Schuld war. All das führt Rudolf zu der Annahme, daß man wohl ein Gebot unter den Tisch hat fallen lassen: Das elfte Gebot, die Unterdrückung der Frau.

Wußten Sie schon, dass Vergewaltigung nur bei Bräuten strafbar ist und kennen Sie die Geschichte, in der Moses über 100.000 Frauen ermorden lässt und 32.000 Jungfrauen zur Vergewaltigung freigibt?

Dies sind nur zwei der Beispiele, die der Autor anbringt, um zu zeigen, wie groß die Ablehnung der Frauen wirklich war. Der aufgeklärte Mensch, der die Bibel nie mehr als durchblättert hat, wird den Kopf schütteln und sich fragen, wie es in der heutigen Zeit noch sein kann, dass die katholische Kirche sich auf diese veralteten Werte beruft und warum immer noch so viele Menschen - und darunter sehr viele Frauen - sich auf die Bibel als Religionsbuch berufen.

Der Autor sieht es als eine Pflicht seines Werkes an, die diskriminierenden und frauenfeindlichen Lehren der Bibel und Kirche aufzuzeigen und den Menschen bewusst zu machen.

Wenn man bedenkt, dass unsere Gesellschaft auf diesen als "christlich" bezeichneten Werten und ihrem "Buch der Bücher" aufbaut, kann man dieses Buch schon fast als Pflicht-Lektüre jedes kritisch denkenden Menschen bezeichnen.

( Redaktion: Ina Mörsdorf )

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