|
Rezension und Literaturkritik:
"Bissige Stories für boshafte Leser" enthält fünfzehn Kurzgeschichten, die alle mit dem Tod enden. Dabei bleibt die Autorin nah an der Realität, und zeichnet Bilder von ganz alltäglichen Situationen, die jedem von uns passieren könnten. Das macht es natürlich auch leicht, sich richtig in die Geschichten hineinfallen zu lassen.
Interessant ist dabei auch, dass dieses Buch keine Krimis im eigentlichen Sinne enthält, sondern es sich eher um boshafte Alltagsgeschichten handelt.
Angefangen vom kleinen Reporter, der seine Story veröffentlicht sehen will bis hin zum Zen-Fan, der sich mit seinem aufdringlichen neuen Kollegen konfrontiert sieht, erfährt der Leser von einem tragischen Schicksal nach dem anderen.
Susanne Henke gelingt es dabei, die Charaktere und Situationen so zu zeichnen, dass man sich, obwohl es sich um einen Todesfall handelt, ein Schmunzeln oder gar ein hämisches Grinsen nicht verkneifen kann.
Die handliche Größe des Buches verleitet dazu, es überall hin mitzunehmen und darin zu blättern, wenn man einmal nichts zu tun hat und sich an kleinen boshaften Geschichten erfreuen oder gar auch andere damit unterhalten möchte.
Alles in allem ist diese Sammlung von Kurzgeschichten unterhaltsam, erfrischend und in jedem Fall ein Lesegenuss für jeden, der ein Freund des trockenen Humores ist.
|